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Pressemitteilung zur IG-Gründungsveranstaltung
Der Bahnhofstraße Geltung und Wahrnehmung verschaffen
Geschäftsanlieger gründen Interessengemeinschaft
Etwa 30 Personen versammelten sich am Dienstagabend und bestätigten eindrucksvoll die Initiative zur Gründung einer Interessengemeinschaft Bahnhofstraße, die vor einigen Wochen gestartet wurde.
Die Zusammenkunft im Seminarraum des Sprachcafé Giramondi brachte das starke Interesse vieler Gewerbetreibender zum Ausdruck sich zukünftig für die Entwicklung zu engagieren.
Die Initiatoren waren überrascht von der großen Zahl der Teilnehmer und mussten nicht nur Stühle nachstellen, sondern sehen sich in der Einschätzung bestätigt, dass es nicht nur annähernd 100 Ladengeschäfte und Gewerbebetriebe der Bahnhofstraße gibt, sondern auch das Potential für eine gemeinsame Vertretung der Interessen.
Franz Koch als Vorsitzender von »Gießen Aktiv« referierte eingangs über die zukünftige Orientierung in Gießen, wozu der Aufbau der Stadtmarketinggesellschaft ein zentraler Baustein sei. Er stellte »Gießen Aktiv« als Vereinigung Selbständiger aus dem gesamten Stadtbereich vor und unterließ es nicht die Versammelten zur Mitgliedschaft und Mitarbeit einzuladen. Als Mitgesellschafter in der Gießen GmbH habe sein Verein Sitz und Stimme zusammen mit den vier BID-Quartieren und der Stadt Gießen. Zukünftig werde mit Marketing für Gießen und bei der Planung von größeren Veranstaltungen die Gießen GmbH eine herausragende Rolle spielen.
Maßnahmen in Vorbereitung
Konkrete Maßnahmen soll es mit der InteressenGemeinschaft Bahnhofstraße bereits kurzfristig geben. Dafür stand einiges auf der Tagesordnung und wurde von den Versammelten mit Interesse aufgenommen. So werden für die Vorweihnachtszeit Maßnahmen zur schmückenden Beleuchtung in den Schaufenstern und im Bereich der Gebäude umgesetzt. Lichterketten und zusätzliche Leuchtmittel im Fassadenbereich sollen bald Licht und Leben in die Straße tragen. Beklagt wurde in diesem Zusammenhang die viel zu sparsame öffentliche Ausleuchtung der Straße. Hier seien Maßnahmen seitens der Stadt Gießen unabdingbar.
Verschiedene Anlieger wiesen darauf hin, dass die Ausstattung der Bahnhofstraße mit Müllbehältern unzureichend sei. Auch die Leistungen der Stadtreinigung seien verbesserungsbedürftig. Dazu wurde angeregt von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, telefonisch seitens der Geschäftsanlieger die Dienste des städtischen Reinigungsamtes anzufordern.
Verknüpft mit einem verbesserten Erscheinungsbild der Bahnhofstraße wollen sich die Gewerbetreibenden zukünftig mit gemeinsam gestalteten Sonderseiten in der Öffentlichkeit präsentieren. Dies wird zu dem Ende November in der Innenstadt stattfindenden Moonlight-Shopping bereits umgesetzt. Auch wenn die Bahnhofstraße dadurch nicht zum Brennpunkt werden wird, wollen viele Geschäfte teilnehmen und mit originellen Angeboten Kundschaft ansprechen.
Angesichts der ausgeprägten Länge der Bahnhofstraße mit verschiedenen Teilbereichen wurde man sich im Gespräch einig darin, dass es darum gehen soll, die gesamte Bahnhofstraße gemeinsam bis hin zur Neustadt zu repräsentieren. Dafür sprach auch die Zusammensetzung der Versammlung, in der Betreiber aus allen Teilbereichen vertreten waren und ihre Bereitschaft zur Mitarbeit bekundeten.
Problembereich Baustelle
Von gravierenden Problemen, vor allem rückläufige Kundenfrequenz und damit verbundene drastische Umsatzeinbußen, berichteten Betroffene im Bereich der Baustelle zwischen Westanlage und Alicenstraße.
Die Vorinformation seitens der Stadt Gießen, nicht einmal zwei Wochen vor Baubeginn, sei völlig unzureichend gewesen. Es fehlt zudem eine Hinweisgebung zur derzeitigen Verkehrsregelung per Beschilderung. So ist allabendlich ein Stau in der Alicenstraße die unvermeidliche Folge unzureichender Verkehrsführung. Mit Bannern im Baustellenbereich wollen die Betroffenen auf sich aufmerksam machen und ihre Kunden informieren.
Umgestaltung mit Anliegerbeteiligung
In diesem Zusammenhang werden Forderungen erhoben, mittels Verkehrsführung als Einbahnstraße von Neustadt bis Liebigstraße und Umgestaltung des Straßenraumes der Bahnhofstraße wieder ein Gesicht zu geben, welches nicht alleine an den Bedürfnissen des fließenden Verkehrs ausgerichtet bleibt. So verdeutlicht ein Blick in die Stadtgeschichte, dass die Bahnhofstraße einmal eine Flaniermeile in Gießen gewesen ist.
Als Stichworte werden Ladezonen, Parkbereiche, Straßenbegrünung genannt, die an die Stadt Gießen herangetragen werden. Das Beispiel der Diskussion um die Gestaltung des Kreuzplatzes lange vor Baubeginn veranschauliche, dass es auch anders gehen könneπ. Dies müsse zukünftig genauso für die Bahnhofstraße möglich sein und gelten, war einmütige Forderung der versammelten Anlieger an die Adresse der Stadt Gießen.
Bereits in zwei Wochen, am Dienstag den 30. Oktober, wird es angesichts der zahlreichen Anliegen ein nächstes Treffen geben. Die Umsetzung in konkreten Maßnahmen soll weiter vorbereitet und auf den Weg gebracht werden. In der erlebten Wahrnehmung des Gespräches miteinander und allseits gewollten gemeinsamen Handelns endete die Zusammenkunft. Es gibt nicht wenige Perspektiven und Vorhaben bis hin zur Idee eines großen Festes als „Karneval der Kulturen“ in der Zukunft. Dass dafür zahlreiche Geschäftsanlieger der Bahnhofstraße in Gießen sich miteinander einbringen wollen und werden, ist als Ergebnis und als Botschaft dieses Abends zu verkünden.
(Pressemitteilung IG Bahnhofstrasse Giessen)
